Irina
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Frau Dietsche… es ist schwer, die gesammelten Erfahrungen in wenige Worte zu fassen, weswegen die Geschichte etwas ausführlicher wird.
Nach einer Empfehlung aus dem Bekanntenkreis wurde mein Hund Charlie bei Frau Dr. Dietsche geimpft, da die Haustierärztin urlaubsbedingt abwesend war. Im Zuge der Impfung sprachen wir den Mundgeruch des Charlie an und die damit verbundene Sorge um seine Zähne. Ohne einen beachtlichen Blick ins Maul zu werfen wurde uns empfohlen, seine Bäckchen mit einer Flüssigkeit zu reinigen, was wir die darauffolgenden Monate auch taten. Doch der Geruch ließ nicht nach. Selbst wir als Laien konnten verfaulte Zähnchen und entzündetes Zahnfleisch beim Charlie erkennen. Also suchten wir Frau Dietsche erneut auf. Es wurde eine Analdrüsenverstopfung vermutet, Zähne seien in Ordnung. Charlie habe aber Probleme mit dem Herzen, darauf deute sein Anfall (Epilepsieähnlich) hin. Das Maul wurde im Übrigen mal wieder nicht untersucht. Meine Bitte, Blut abzunehmen, wurde abgelehnt mit der Begründung, dass dies nicht notwendig sei. Zwischen den Besuchen lagen etwa 6 Monate.
Da das Vertrauen nicht mehr gegeben war, suchten wir die Haustierärztin auf, die sofort einige zu ziehende Zähne entdeckte. Die vor-OP-Blutuntersuchung, Ultraschall hatten zum Ergebnis, dass das Herz völlig in Ordnung war, also wurden Charlie unter Vollnarkose Zähne entfernt. Hierbei wurde ein Tumor entdeckt, der, wie sich nachher herausstellte, höchst aggressiv, bösartig und schon groß war. Hiernach folgten unzählige Besuche bei diversen Ärzten und eine Bestrahlung in Zürich. Nichts half. Im Oktober wurde unser geliebte Charlie eingeschläfert.
Jetzt stellt sich die Frage: was wäre, wenn Frau Dietsche sorgfältig untersucht und keine Diagnosen ohne Untersuchungen gestellt hätte… die Vermutung liegt nahe: Charlie könnte vielleicht gerettet werden und wäre am Leben.